Auch hier beschrieb Langdon Down bereits im letzten Jahrhundert, das Kinder mit Trisomie 21 durch ein flaches Profil mit kleiner Nase auffielen. Die Inzidenz eines fehlenden Nasenbeines ist assoziiert zur Nackentransparenz, Scheitelsteißlänge, ethnischer Herkunft und Chromosomenstörungen.
Die Arbeitsgruppe um Cicero fand ein fehlendes Nasenbein in 73% der Trsiomie 21-Feten, jedoch nur bei 0,5% der chromosomal gesunden Feten. Chromosomal normale Feten zeigen ein fehlendes Nasenbein mit einer Inzidenz von 1% in einer kaukasischen, jedoch in 10%
bei einer afro-karibischen Population. Das Nasenbein fehlt bei 60?70% der Trisomie 21 Feten, bei etwa 50% der Trisomie 18 und bei 30% der Trisomie 13 Feten.
Das Nasenbein fehlt häufiger bei erweiterter NT, kürzerer SSL und afro-karibischer Herkunft. Die Einbeziehung ist insbesondere sinnvoll bei einem intermediären Risiko. Schwierig ist die Wertigkeit einer fehlenden Nasenbeines bei sonst niedrig kalkuliertem Risiko.
Die Anforderungen an die Messung und den sinnvollen Einsatz der Methode wie Interpretation der Befunde sind hoch und daher an eine entsprechende Qualifikation und Zertifizierung des Untersuchers gebunden.

  • Schwangerschaftsalter 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche, erster Nachweis gelingt ab 42 mm Scheitelsteißlänge und die Länge steigert sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter
  • Bildvergrößerung muss so gewählt werden, dass nur Kopf und oberer Thorax auf dem Schirm eingestellt sind.
  • Die Echogenität des Nasenbeines sollte mindestens der Echogenität der darüberliegenden Haut entsprechen. Es sollten drei separate Linien dargestellt werden (Abbildung 3):
    • Die ersten beiden Linien liegen unterhalb der Stirn, sind horizontal eingestellt und liegen parallel zueinander (=-Zeichen). Die obere Linie entspricht der Haut und die untere dem Nasenbein.
    • Die dritte Linie verläuft in Kontinuität der Nasenhaut und liegt etwas höher. Hierbei handelt es sich um die Nasenspitze.