Insbesondere zu achten ist auf den Bezug zwischen inneren Muttermund und Plazentarand. Zur Beurteillung der Plazenta sollte auch die Beurteillung der Nabelschnur und deren Insertion zählen.
Plazenta prävia
Plazenta prävia als Plazenta percreta bei Z.n. 3 Sectio caesarea
Ein Oligo- oder Polyhydramnion sollte erkannt werden. Objektive und reproduzierbare Messungen der Fruchtwassermenge sind möglich mittels des größten Fruchtwasserdepots oder Bestimmung des Fruchtindexes. Beim Fruchtwasserindex wird über allen 4 Quadranten das größte freie Depots senkrecht vermessen und alle 4 Werte summiert. Das größte vermessbare Depot sollte stets größer als 3 cm sein. Orientierende Kriterien sind:
Vor der 22.SSW ist der Fet stets frei beweglich, danach berührt das Abdomen Vorder- oder Hinterwand
Schlechte Schallbedingungen und Kompression des Feten sprechen für ein Oligohydramnion
Milde Polyhydramnie verbessert die Ultraschallbdegingungen, schwere Polyhydramnie verschlechtert sie
Oligo- und Polyhydramnion sind abklärungsbedürftige Befunde.
Vermessung des größten Fruchtwaserdepots (zu achten ist auf die senkrechte Messung):
Anhydramnion
Positionierung des Schallkopfes bei Bestimmung des Fruchtwasserindexes
Bestimmung der Chorionizität und Amnionizität: dies ist primär Aufgabe des ersten Screenings. Sollte es jedoch im ersten Trimenon nicht differenziert worden sein, so ist es im 2. Trimenon dringend nachzuholen, wenn noch möglich. Die Bestimmung der Chorionverhältnisse kann in Einzelfällen (konfluierende Plazenta, gleiches Geschlecht beider Feten) nicht mehr ausreichend sicher möglich sein. Das Lambda-Sign ist gelegentlich noch nachweisbar, sein Fehlen im 2. Trimenon hingegen ist kein Beweis für Monochorialität mehr. Der Ausschluß einer monoamnialen Schwangerschaft ist auch im 2. und 3. Trimenon gut möglich.
Erkennen von Frühzeichen eines fetofetalen Transfusionssyndromes: bei monochorialen Zwillingen ist an das 15%ige Risiko eines FFTS zu denken. Nach Quintero entwickeln sich die Symptome in folgenden Stufen.
Stadium I: Polyhydramnion des Rezipient und Oligohydramnion des Donors
Stadium II: nicht mehr nachweisbare Blase des Donors
Stadium III: kritische Dopplerpathologie und /oder beginnende fetale Herzinsuffizienz
Stadium IV: Aszites/Hydrops eines Feten
Stadium V: Versterben eines Feten
Polyhydramnie des Akzeptors / Oligohydramnie des Donors