Ab der 15. SSW (optimalerweise in der 16.-17.SSW)  kann aus der Gebärmutter Fruchtwasser entnommen werden. Es wird eine dünne Nadel unter Ultraschallsicht durch die Bauchdecke in die Fruchthöhle eingeführt und eine kleine Menge Fruchtwasser (12-15 ml) entnommen, die sich innerhalb kürzester Zeit wieder nachbildet. Die kindlichen Zellen im Fruchtwasser werden nach einer Zeit der Anzüchtung auf Chromosomenstörungen untersucht. Die Dauer bis zur Endbefundung beträgt 10 bis 15 Tage (im Mittel 12,5 Tage). Es besteht die Möglichkeit eines Schnelltestes mittels einer sogenannten FISH-Untersuchung. Diese ermöglicht die Vorabuntersuchung der häufigsten Chromosomenstörungen (z.B. der Trisomie 21). Die Schnellbefundung ist jedoch keine von den Krankenkassen getragene Leistung. Folglich müssen Sie, falls Sie einen Schnellbefund wünschen, die Kosten leider selbst tragen (aktuell 89,82 ?). Das Eingriffsrisiko beträgt laut Literatur weltweit ca. 1%, in Deutschland 0,5% und in spezialisierten Zentren.

Hier sehen Sie eine Amniozentese-Nadel bei der Punktion in der Gebärmutter liegen. Der Fet (Kind) ist nicht zu sehen, so dass eine Verletzung auszuschließen ist.