Fehlbildungen des Herzkreislaufsystem gehören zu den häufigsten Störungen des Neugeborenen und finden sich in bis zu 1% aller lebend geborenen Kinder. Viele dieser Herzfehler sind nicht bedrohlich und einige lösen sich im Rahmen der kindlichen Entwicklung sogar von selbst. Ein Teil der Störungen stellt jedoch eine Gefährdung des Neugeborenen dar und bedarf frühzeitiger Erkennung und Versorgung, da in besonderen Fällen eine Operation in den ersten Tagen nach Geburt notwendig ist. Gerade in diesen Fällen ist es sehr wichtig, dem Kind einen guten Start zu geben, indem die Geburt geplant in einem entsprechendem Zentrum stattfindet. Hier stehen Ihnen vorinformierte Neugeborenenmediziner, Kinderkardiologen und ? chirurgen sofort zur adäquaten Versorgung des Neugeborenen zur Verfügung. Die Entdeckung und Einschätzung von fetalen Herzfehlern gehört allerdings zu den schwierigeren Aufgaben der Pränatalmedizin, so dass sie häufig im Rahmen von Routineuntersuchungen nicht erkannt werden. Daher sollten gerade Eltern mit einem erhöhten Risiko für fetale Herzfehler (Schwangere aus Familien, in denen bereits Herzfehler aufgetreten sind, Diabetikerinnen, verdickte Nackentransparenz im Ersttrimesterscreening u.a.) eine spezielle Untersuchung des kindlichen Herzens bei einem erfahrenen Untersucher durchführen lassen.